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Umbau Detmolder Straße

Informations- und Marketingkampagne zum Umbau der Detmolder Straße.

Die Großbaumaßnahme „Umbau Detmolder Straße” im Streckenabschnitt zwischen Niederwall und Otto-Brenner-Straße hat am 3. März 2008 begonnen. Das Vorhaben wird in sechs Bauphasen abgewickelt. Der verbindliche Fertigstellungstermin ist der 15. April 2011.
Es wird der gesamte Straßenraum neu erstellt, angefangen von den Kanälen und Versorgungsleitungen im Erdreich, fortgesetzt mit neuen Gehweg-, Fahrbahn- und Gleisanlagen, abgeschlossen mit zwei neuen Hochbahnsteigen, Fahrleitungs-, Beleuchtungs- und Signalanlagen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 41 Millionen Euro.


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»Bauverlauf

Stand 27. September 2009
Nach nunmehr 19 Monaten Bauzeit wurden am 27.09.2009 die ersten drei Bauabschnitte der Detmolder Straße abgeschlossen. Die Nordseite ist zwischen dem Niederwall und der Otto- Brenner- Straße auf ganzer Länge im neuen Zustand fertiggestellt. Damit ist die Hälfte der Hauptarbeiten geschafft !
Die zurückliegende 3. Bauphase zwischen der Prießallee und der Otto- Brenner- Straße im Zeitraum 3. Mai – 27. September 2009 stellte zusammen mit dem Umbau des Gleisdreiecks Landgericht und der Anbindung zur Haltestelle Sieker eine besondere technische und logistische Herausforderung dar.
Die Arbeiten am Gleisdreieck und zur Anbindung an die Endhaltestelle wurden mit Abschluss der Sommerferien pünktlich abgeschlossen, die Beendigung der 3. Bauphase sogar noch 3 Wochen vor dem Gesamtzeitplan.

Somit konnte am 28. September 2009 die 4. Bauphase in Angriff genommen werden. In den kommenden sechs Monaten erfolgen die Hauptarbeiten auf der Südseite zwischen der Prießallee/ Josef- Haydn- Straße und der Otto- Brenner- Str. / Osningstraße.

Auch hier wird wieder eine eingleisige Umfahrung für die Stadtbahn eingerichtet, jetzt bereits auf dem neu erstellten Gleis des 3. Bauabschnittes, sowie weiterhin eine Spur für den stadtauswärts fahrenden Autoverkehr. Hier jedoch mit der Besonderheit, dass der Autoverkehr in Richtung stadtauswärts im Kreuzungsbereich der Prießallee auf die nördliche Spur verschwenkt wird. Der Verkehr verläuft während der 4. Bauphase entgegengesetzt zur zukünftigen Fahrtrichtung und wird erst unmittelbar vor der Kreuzung Otto- Brenner Straße wieder auf die Südseite geführt. In gewisser Weise herrschen somit hier „englische Verhältnisse”. Insbesondere für die nördlichen Querstraßen Königsbrügge, Graudenzer Straße und An der Krücke gilt das Linksabbiegegebot. Durch eine umfangreiche Beschilderung und Markierung wird auf diese Verkehrsführung hingewiesen.

Die beiden stadtauswärts führenden Spuren auf der Südseite zwischen der Prießallee/ Josef- Haydn- Straße und der Otto-Brenner-Straße/ Osningstraße werden als zusammenhängendes Baufeld eingerichtet.

Der Autoverkehr kann stadtauswärts am Baufeld nördlich einspurig vorbeifahren, der stadteinwärts fahrende Autofahrer muss weiterhin an der Otto- Brenner Straße abfahren und sollte sich über die Oldentruper Straße in Richtung Innenstadt begeben bzw. über die Prießallee / Teutoburger Straße auf die neue Detmolder Straße abbiegen.

Der bewährte Arbeitsablauf wird auch in der 4. Bauphase fortgesetzt: Da die vorlaufenden Kanal- Hausanschlussarbeiten und zeitintensiven Versorgungsleitungsarbeiten bereits abgeschlossen sind, kann sofort mit den Kanalbauarbeiten begonnen werden.
Es folgen dann die Straßen- und Gleisbauarbeiten, sowie die komplette Herstellung des neuen Hochbahnsteiges Prießallee.

Die Erreichbarkeit der Grundstücke auf der Südseite des Baufeldes wird deutlich eingeschränkt. Es können lediglich wenige permanente Gleis- und Baustellenüberfahrten hergestellt werden, das sonstige Befahren des Baufeldes kann nur im Zeitraum von 17 Uhr abends bis 8 Uhr morgens sowie sonntags zugelassen werden. Die städtische Bauüberwachung wird jedoch wie gewohnt für alle Fragen und Sorgen der Anwohner ein offenes Ohr haben und im Einzelfall Sonderlösungen anbieten. Die 4. Bauphase wird voraussichtlich bis März 2010 andauern.



»Hinweise

zur Verkehrsführung mit Beginn der vierten Hauptbauphase ab 27. September 2009 entehmen Sie bitte der Anliegerinformation.


»Zur Vorgeschichte

Die Stadt Bielefeld hatte im Januar 2004 bei der Bezirksregierung Detmold das Planfeststellungsverfahren zum Umbau der Bundesstraße 66 (B 66, Detmolder Straße) zwischen Niederwall und Otto-Brenner-Straße in Bielefeld-Sieker beantragt und dazu umfangreiche Pläne und Gutachten vorgelegt.

Die nach öffentlicher Auslegung der Pläne gegen das Vorhaben erhobenen Einwendungen wurden in einer zweitägigen mündlichen Verhandlung am 26. und 27. November 2004 im Rathaus der Stadt Bielefeld umfassend erörtert.

Nach Würdigung aller im Verfahren bekannt gewordenen Belange hatte die Bezirksregierung dem Verkehrsministerium vorgeschlagen, den Planfeststellungsbeschluss entsprechend zu erlassen. Die bisher landesweit einmalige Übertragung der Zuständigkeit vom Verkehrsministerium auf die Bezirksregierung Detmold im Mai 2006 habe es nun ermöglicht, diese Entscheidung in kurzer Zeit selbst zu treffen.

Mit dem PDF-Dokument  [25 KB]Planfeststellungsbeschluss vom 7. Juli 2006 setzte die Bezirksregierung nach Auswertung von 1.145 Einwendungen sowie mehrerer Gutachten und Durchführung verschiedener Erörterungstermine mit privaten und öffentlichen Einwendern den Schlusspunkt unter das Verwaltungsverfahren.

Der Planfeststellungsbeschluss wurde von drei Anliegern beklagt, die Anträge auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung wurden am 27. April 2007 abgelehnt.
Details

Die Zusage für Zuschüsse vom Land und Bund lag seit dem 15. Juni 2007 für den Straßenbau und seit dem 20. Juni 2007 für die Hochbahnsteige vor. Somit war alles auf einen Baubeginn im Januar 2008 ausgerichtet. Aufgrund der milden Witterungsverhältnisse in den vergangenen Jahren wurde beim Bauablauf nicht mehr mit einer längeren Winterpause kalkuliert.

Die Bielefelder Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft (BVVG) erteilte den Großauftrag für die Rohbauarbeiten zum Umbau au der Detmolder Straße an den Baukonzern „Strabag- Niederlassung Lemgo”. Die Arbeiten konnten am Montag, 3. März 2008, beginnen - zwei Monate später als geplant. Die Verzögerung war dadurch entstanden, dass ein Mitbewerber zunächst einen Nachprüfungsantrag für die Auftragsvergabe gestellt hatte, der dann zurückgezogen wurde.
Ein weiterer Hauptauftrag für die Fahrleitungs- und Beleuchtungsanlagen wurde am 01.04.2008 an die Fa. SPL Hannover erteilt.