Publikationen


»Ratgeber gegen Diskriminierung

Mit mir nicht! - Ratgeber für diskriminierte Jugendliche 1. Aufl. 2011

Schon Kinder und Jugendliche berichten von Diskriminierungen im Alltag. Die Zahl junger Menschen, die angeben, dass sie im Alltag „ab und an” bzw. „schon oft” benachteiligt wurden, ist seit 2002 um 5% gestiegen und liegt jetzt bei 63% (Shell-Jugendstudie 2006). Benachteiligungen – sei es durch abfällige Äußerungen, durch soziale Ausgrenzung in der Schule oder durch schlechtere Chancen bei der Jobsuche – sind damit für eine nicht geringe Zahl Jugendlicher zum Bestandteil ihres Alltags geworden. Ein Teil dieser Jugendlichen reagiert auf diese Diskriminierung im Alltag mit erhöhter Gewaltbereitschaft und ist überproportional häufig in Schlägereien verwickelt. Wachsende Desintegration und Ausgrenzungserfahrungen sind Anlass für eine Zunahme von Delinquenz und aggressivem Verhalten. Benachteiligungen und evtl. Diskriminierungen in Deutschland sind allerdings weniger auf eine gestiegene Ausländerfeindlichkeit unter Kindern und Jugendlichen als vielmehr auf eine zunehmende Verunsicherung hinsichtlich der eigenen Bildungs- und Berufsperspektiven, die auf „die Anderen” gespiegelt wird, zurückzuführen. Die neue Broschüre des Amtes für Integration und interkulturelle Angelegenheiten informiert darüber, was Diskriminierung ist, wie und mit wessen Hilfe man sich hiergegen wehren kann und wer dabei hilft.

»Schriften zur Integration

Deckblatt Heft 1

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Heft 1: Einwanderungsstadt Bielefeld
- Daten und Fakten -
1. Auflage 2011

Bielefeld ist eine Einwanderungsstadt. Fast jede dritte Einwohnerin/jeder dritter Einwohner hat einen sogenannten Migrationshintergrund. Was bedeutet überhaupt die Abgrenzung „mit Migrationshintergrund”? Woher kommen die Menschen und wo leben sie heute? Wie jung bzw. wie alt sind sie? In welcher Form spiegelt sich Migration im Stadtbild wider?

Heft 1 aus der Reihe „Schriften zur Integration” dokumentiert mit Zahlen und Daten, Grafiken und Erläuterungen dabei nicht nur die kulturelle und ethnische Vielfalt, die unsere Stadt bereichert. Deutlich wird vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – wir werden schließlich nicht nur bunter, sondern auch älter und weniger – auch, welche Potenziale und Möglichkeiten Einwanderung bietet. Diese müssen von uns allen erkannt und gefördert werden. Bei aller Statistik und Dokumentationspflicht dürfen wir aber nicht vergessen: Hinter all diesen Zahlen stehen Menschen mit ganz individuellen Lebensgeschichten



Heft 2: Wir fördern Integration
– Integrationskonzept für Bielefeld –


Bielefeld versteht sich als weltoffene, tolerante Stadt und bekennt sich als Stadt der Vielfalt mit all ihren Facetten. Sie begreift Migration als einen selbstverständlichen Prozess in einer Einwanderungsgesellschaft und Einwanderung und Integration als untrennbar zusammen gehörend.

Damit stellt sich nicht mehr die Frage, ob Integrationspolitik und –förderung notwendig sind, sondern, wie Integration derart gestaltet werden kann, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Leben gleichberechtigt teilhaben können. Eine erfolgreiche Integration als Prozess der Eingliederung und der Angleichung der Lebenslagen ohne Aufgabe der jeweiligen kulturellen Identität wird weder von selbst eintreten noch durch staatliche Programme und Maßnahmen zu verordnen sein. Es handelt sich vielmehr um eine gesellschaftliche und politische Aufgabe, bei der Menschen mit Migrationshintergrund, Aufnahmegesellschaft und Politik ihre unterschiedlichen Beiträge zu leisten haben. In diesem Verständnis ist Integration kein fixer Status, sondern ein permanenter Verständigungs- und Aushandlungsprozess über die Regeln des Zusammenlebens, der Offenheit, Respekt und Anerkennung unterschiedlicher Lebensweisen erfordert. Das Fundament dieses Prozesses bilden das Grundgesetz und die Landesverfassung NRW.

Das in Heft 2 der Schriften zur Integration dokumentierte Bielefelder Integrationskonzept ist in einem besonders breit angelegten, partizipativen, konsensorientierten und damit auch zeitaufwändigen Prozess entwickelt und erarbeitet worden. Bericht und Konzept sind vom Rat der Stadt am 23. September 2010 einstimmig verabschiedet worden.

»Broschüren als CD-Rom

Heft 2 und 3 erhalten Sie im:

Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten,
Neues Rathaus
1. OG, Zimmer G 103
Niederwall 23
33602 Bielefeld

oder bestellen unter:
Tel. 0521 51-2153




Deckblatt Heft 3
Heft 3: Religionen und religiöse Einrichtungen in Bielefeld, 151 S., 2. Aufl. 2009

Die Informationsbroschüre „Religionen und religiöse Einrichtungen in Bielefeld” des Amtes für Integration und interkulturelle Angelegenheiten, die im September 2008 erstmalig erschien, liegt zwischenzeitlich in überarbeiteter 2. Auflage vor.

Sie gibt einen Überblick über die religiöse Vielfalt in unserer Stadt, die längst Lebenswirklichkeit ist und enthält aktuelle Daten sowie umfassende Informationen über Zielsetzung und Struktur religiöser Gemeinden und Gemeinschaften. In diesem Sinne trägt sie sicherlich auch zu einem besseren Verständnis und friedvollen Miteinander in unserer Stadt bei.


Heft 4: Politische Partizipation zugewanderter Menschen in Bielefeld – Vom Ausländerbeirat zum Integrationsrat –, 176 S., 1. Aufl. 2010

Das Zusammenleben in den Städten und Gemeinden ist stärker denn je von einer Vielzahl von Gruppen unterschiedlicher ethnischer, kultureller, sozialer und religiöser Herkunft geprägt. Das gilt auch für Bielefeld. Über 96.000 Menschen, die hier z. T. schon viele Jahre leben, haben eine Zuwanderungsgeschichte. Sie stammen aus über 150 Ländern der Erde und sind Bestandteil unserer Stadtgesellschaft. Diese Menschen auch aktiv an politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen zu beteiligen, ist eine konsequente Schlussfolgerung und Ausfluss des Rechtes auf demokratische Beteiligung. Die Informationsbroschüre des Amtes für Integration und interkulturelle Angelegenheiten dokumentiert den Werdegang politischer Partizipation von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auf kommunaler Ebene. Sie zeigt die Entwicklung vom Ausländerbeirat über den Migrationsrat hin zum Integrationsrat. Und sie stellt auch die Frage nach der Zukunft politischer Mitgestaltungsmöglichkeit.

Die Broschüre können Interessierte als CD-ROM im Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten, Neues Rathaus, Niederwall 23, 33602 Bielefeld, 1. OG, Zi. G 103, erhalten oder telefonisch unter Tel. 0521 51-2153 bestellen.


»Orientierungshilfen für pädagogisch tätige Kräfte und Lehrkräfte

Informationsheft: Umgang mit religiös begründeten Anliegen, 60 S., 1. Aufl. 2008
In pädagogischen Einrichtungen werden immer häufiger Fragen der Vermittlung von Werten unter Wahrung der Grundrechte thematisiert. Deutlich wird, dass sich die Vorstellungen einiger religiöser Gruppen zum Teil erheblich von denen, die in Deutschland auf der Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vermittelt werden, unterscheiden.
Dies wirkt sich belastend auf die betroffenen Kinder, insbesondere Mädchen, aus, die häufig einer Vielzahl von Regeln unterliegen, die mit den Anforderungen des Alltags und des Erziehungsauftrages der Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen oftmals nicht vereinbar sind. Darüber steht zu befürchten, dass die Integration dieser Kinder und Jugendlichen in eine freiheitliche, pluralistische Gesellschaft erheblich erschwert, wenn nicht sogar verhindert wird.

Notwendig ist ein Konsens über einen konsequenten und transparenten Umgang der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Schulen mit religiös motivierten Anliegen oder Anträgen von Einzelpersonen bzw. diese unterstützenden und/oder vertretenden Organisationen.

Auf Grund vielfältiger Nachfragen hat sich eine Arbeitsgruppe bei der Stadt Bielefeld ausführlich mit zentralen, häufig wiederkehrenden Fragestellungen befasst und eine Orientierungshilfe für die handelnden Akteure in den jeweiligen Einrichtungen und Institutionen erarbeitet. Sie formuliert zu bestimmten Handlungsfeldern Zielsetzungen und Empfehlungen, die
  • eine Grundlage für ein Zusammenleben auf der Basis gemeinsamer rechtlicher, organisatorischer und pädagogischer Grundsätze schaffen und stärken,
  • das Wohl und die Interessen von Kindern und Jugendlichen und ihre elementaren Bedürfnisse in den Vordergrund stellen,
  • mit helfen sollen, die Sozialisation und persönliche Entfaltung der Kinder und Jugendlichen möglichst optimal zu fördern,
  • demokratische Werthaltungen unterstützen,
  • Entscheidungshilfen bei der Abwägung widerstreitender Interessen geben,
  • Maßnahmen vorschlagen, die möglicherweise bestehende oder künftige Gewissenskonflikte abmildern können,
  • die einen schonenden Ausgleich unterschiedlicher Werte- und Rechtspositionen beschreiben,
  • Argumentationshilfen geben, wenn von einer evtl. absolut gesetzten Weltanschauung Abstriche hingenommen werden müssen.
Die Broschüre können Interessierte im Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten, Neues Rathaus, Niederwall 23, 33602 Bielefeld, 1. OG, Zimmer G 103, erhalten oder telefonisch unter Tel. 0521 51-2153 bestellen.