Themenschwerpunkt Bildung
»Präambel
Bildung findet an den Orten statt, an denen Menschen leben, an denen sie ihren Alltag organisieren und an denen sie ihr soziales und formales Lernumfeld haben. Aktuell ist dies überwiegend orientiert an lebensphasengetrennten Systemen von der Kindertagesstätte über Primar- und Sekundarschulen bis hin zu Berufsqualifizierungseinrichtungen, die entsprechend der jeweiligen individuellen Biografiephasen genutzt werden.
Neben diesen formalen oder beruflichen Lernsystemen finden wir in unserer Stadt ein breites Netz an individuellen (Weiter-) Bildungsangeboten – von der „musikalischen Früherziehung” über kulturelle Angebote bis zum „Studieren ab 50”. Diese Bildungsangebote werden unter dem Aspekt „lebenslanges Lernen” angeboten. Um die individuellen Lebens- und Berufschancen aller Bielefelderinnen und Bielefelder nachhaltig verbessern zu können, streben wir die Optimierung der vorhandenen Bedingungen an.
Der Entstehung bildungsferner Schichten in Bielefeld ist aktiv entgegenzuwirken. Ein Ziel ist es, dass keine Jugendliche und kein Jugendlicher das Bildungssystem ohne Abschluss verlässt.
Zur Verbesserung der Bildungserfolge in Bielefeld sollen bestehende Angebote ausgebaut und gegebenenfalls angepasst werden. Darüber hinaus ist insbesondere eine Optimierung der Vernetzung zwischen den oben genannten Angebotsebenen beabsichtigt. Nur so ist es möglich, einen ganzheitlichen Bildungsbegriff umzusetzen, der es trotz aller unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen ermöglicht, vorhandene Bildungspotenziale optimal zu entwickeln und für unsere Stadt nutzbar zu machen.
Diesen Prozess will die Stadt Bielefeld aktiv gestalten. Dabei will sie nicht nur ihrer Pflicht als Träger vieler Bildungseinrichtungen gerecht werden, sondern sich ausdrücklich ihrer Verantwortung für die Entwicklung der Stadt stellen. Bielefeld will dabei möglichst viele Akteure und weitere Angebotsträger einbeziehen, zur Mitarbeit motivieren und sich auf diese Weise zur „Stadt der Bildung” weiterentwickeln.
Neben diesen formalen oder beruflichen Lernsystemen finden wir in unserer Stadt ein breites Netz an individuellen (Weiter-) Bildungsangeboten – von der „musikalischen Früherziehung” über kulturelle Angebote bis zum „Studieren ab 50”. Diese Bildungsangebote werden unter dem Aspekt „lebenslanges Lernen” angeboten. Um die individuellen Lebens- und Berufschancen aller Bielefelderinnen und Bielefelder nachhaltig verbessern zu können, streben wir die Optimierung der vorhandenen Bedingungen an.
Der Entstehung bildungsferner Schichten in Bielefeld ist aktiv entgegenzuwirken. Ein Ziel ist es, dass keine Jugendliche und kein Jugendlicher das Bildungssystem ohne Abschluss verlässt.
Zur Verbesserung der Bildungserfolge in Bielefeld sollen bestehende Angebote ausgebaut und gegebenenfalls angepasst werden. Darüber hinaus ist insbesondere eine Optimierung der Vernetzung zwischen den oben genannten Angebotsebenen beabsichtigt. Nur so ist es möglich, einen ganzheitlichen Bildungsbegriff umzusetzen, der es trotz aller unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen ermöglicht, vorhandene Bildungspotenziale optimal zu entwickeln und für unsere Stadt nutzbar zu machen.
Diesen Prozess will die Stadt Bielefeld aktiv gestalten. Dabei will sie nicht nur ihrer Pflicht als Träger vieler Bildungseinrichtungen gerecht werden, sondern sich ausdrücklich ihrer Verantwortung für die Entwicklung der Stadt stellen. Bielefeld will dabei möglichst viele Akteure und weitere Angebotsträger einbeziehen, zur Mitarbeit motivieren und sich auf diese Weise zur „Stadt der Bildung” weiterentwickeln.
Ȇbergreifende Angebote
Projekte wie die Erstellung eines Bildungsatlas für die Bielefelder Einwohnerinnen und Einwohner zum Lebenslangen Lernen, die Auslobung eines ‚Bildungsinnovationsfonds’, um den sich Bildungseinrichtungen mit ihren best-practice-Beispielen bewerben, die Erstellung eines Konzepts zur kulturellen Bildung in den Schulen oder die Konzipierung quartiersbezogener Angebote können Bausteine sein, um die in der Präambel formulierten Ziele zu erreichen. Zudem sollte Bielefeld seinen Standortvorteil nutzen und die Vernetzung mit der breit gefächerten Hochschullandschaft vertiefen. Die Projekte, die die Stadt Bielefeld in ihrer Bewerbung als „Stadt der Wissenschaft 2011” vorgestellt hat, zeigen die hier bestehenden Potenziale sehr gut auf.
Ein weiterer wesentlicher Baustein befindet sich gerade in der Vorbereitung: Um die Bildungserfolge ganzheitlich für die Bielefelder Bevölkerung weiter zu verbessern, soll durch eine gezielte Kooperation der Stadt mit allen in Bielefeld vorhandenen Bildungsakteuren die „Bildungsregion Bielefeld” auf- und ausgebaut werden. Den formalen Rahmen setzt der mit dem Land NRW zur Entwicklung eines Bildungsnetzwerkes ausgearbeitete Kooperationsvertrag.
Ein weiterer wesentlicher Baustein befindet sich gerade in der Vorbereitung: Um die Bildungserfolge ganzheitlich für die Bielefelder Bevölkerung weiter zu verbessern, soll durch eine gezielte Kooperation der Stadt mit allen in Bielefeld vorhandenen Bildungsakteuren die „Bildungsregion Bielefeld” auf- und ausgebaut werden. Den formalen Rahmen setzt der mit dem Land NRW zur Entwicklung eines Bildungsnetzwerkes ausgearbeitete Kooperationsvertrag.
»Spezifische Angebote
Nachfolgende lebensphasenspezifische und zielgruppenspezifische Maßnahmen können (und sollen) eine Verbesserung der Lernerfolge bewirken. Vor dem Hintergrund knapper finanzieller Ressourcen sind gegebenenfalls Schwerpunktsetzungen und zeitliche Prioritäten zu treffen.
» 1. Lebensphasenspezifische Angebote
a. Elementarbereich (0-6 Jahre)
Im Elementarbereich wird der Ausbau der U3-Betreuung angestrebt. Mit der qualitativen und quantitativen Verbesserung der frühkindlichen Bildungsangebote und der Elternarbeit sowie der langfristigen Sicherung des Bielefelder Modells zur vorschulischen Sprachförderung können die Grundlagen für Bildungserfolge geschaffen werden. Betreuungsstandards in den Kitas müssen beibehalten werden. Darüber hinaus sind besondere Maßnahmen zur Förderung Hochbegabter vorzusehen. Um für alle Kinder einen erfolgreichen Übergang in die Grundschule zu gewährleisten, sollte die Zusammenarbeit an der Schnittstelle Kita und Grundschule unter Einführung einer individuellen Bildungsdokumentation institutionalisiert werden.
b. Kinder und Jugendliche (6-19 Jahre)
Die individuelle Bildungsdokumentation – und auf dieser Basis – die Verbesserung der individuellen Förderung unter anderem durch frühzeitige und kontinuierliche Beratung und Unterstützung bei der individuellen Schullaufbahnplanung – ist im Primar- und Sekundarbereich fortzuführen. Spezielle Fördermaßnahmen, wie die Sprachförderung – etwa durch den Aufbau von Sprachbildungszentren - und die Förderung Hochbegabter sollten ebenfalls weiter verfolgt werden. Ganztagsangebote im Primar- und Sekundarbereich sollen optimiert und ausgebaut werden. Dies beinhaltet den Ausbau des gebundenen Ganztags im Bereich der Sekundarstufe I und der verbindlichen Ganztagsangebote im Primarbereich sowie eine bessere Vernetzung zwischen den Angeboten des Offenen Ganztags und der Offenen Kinder- und Jugendhilfe und der außerschulischen Kooperationspartner (zum Beispiel für kulturelle Angebote).
Besondere Bedeutung kommt der Zusammenarbeit mit schulexternen Angebotsträgern zu. Beispielhaft sei hier die Modellregion Kulturelle Bildung OstWestfalenLippe genannt, die in Zusammenarbeit mit den Schulen Kinder und Jugendliche mit speziellen kulturellen Projekten (Community Dance, Kulturstrolche, Kulturscouts) fördert. Weitere Kooperationen mit unterschiedlichen Trägern werden angestrebt.
Die Möglichkeiten der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den allgemeinbildenden Schulen sollen erweitert werden. Das Ziel der inklusiven Beschulung soll verfolgt werden.
c. Jugendliche und junge Erwachsene (16-25 Jahre)
Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Übergang von der Schule in den Beruf sind die vorhandenen unterstützenden Angebote weiterzuentwickeln. Auch in diesem Bereich sind die Sprachförderangebote weiterzuführen. Besondere Bedeutung soll eine stärkere Vernetzung - sowohl zwischen den schulischen und arbeitsmarktpolitischen Angeboten als auch zwischen Schulen und Hochschulen erhalten.
d. Erwachsene (26-60 Jahre)
Im Bereich der Erwachsenenbildung wird ein Schwerpunkt bei den Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten für Langzeitarbeitslose mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt gesetzt. Die kommunalen Weiterbildungsangebote werden erhalten. Weiterbildungsangeboten für wissens- beziehungsweise berufsfördernde Qualifikationen sowie für Sozialkompetenz und lebensstrategisch orientierte Qualifikationen wird eine besondere Bedeutung eingeräumt. Dabei sind auch Angebote zur Alphabetisierung vorzusehen.
e. Seniorinnen und Senioren (60 plus)
Seniorinnen und Senioren, die sich aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen haben, bieten ein unschätzbares Potenzial an Wissen und Erfahrung, das unter anderm für die ehrenamtliche Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt werden kann. Dazu sollte ein Gesamtkonzept entwickelt werden.
» 2. Zielgruppenspezifische Angebote
a. Angebote für Menschen aus bildungsfernen Schichten
Aus den Ergebnissen der in der Präambel geforderten Untersuchung der Ursachen für die Entstehung bildungsferner Schichten sind die entsprechenden Maßnahmen abzuleiten. Insbesondere dürften Sprachfördermaßnahmen, besonders für Menschen mit Migrationshintergrund, in Betracht kommen. Die Arbeit mit den Eltern, insbesondere den Müttern von Kindern in Kindertageseinrichtungen und Schulen ist zu intensivieren.
b. Angebote für Menschen mit individuellen Problemlagen
Für Menschen mit individuellen Problemlagen werden spezielle Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen vorgesehen.
c. Angebote für Alleinerziehende
Alleinerziehende, insbesondere Frauen, haben durch besondere für sie konzipierte Qualifizierungsangebote eine bessere Möglichkeit des Einstiegs oder des Wiedereinstiegs in einen Beruf. Dafür sind weitere Unterstützungsangebote vorzusehen.
» 1. Lebensphasenspezifische Angebote
a. Elementarbereich (0-6 Jahre)
Im Elementarbereich wird der Ausbau der U3-Betreuung angestrebt. Mit der qualitativen und quantitativen Verbesserung der frühkindlichen Bildungsangebote und der Elternarbeit sowie der langfristigen Sicherung des Bielefelder Modells zur vorschulischen Sprachförderung können die Grundlagen für Bildungserfolge geschaffen werden. Betreuungsstandards in den Kitas müssen beibehalten werden. Darüber hinaus sind besondere Maßnahmen zur Förderung Hochbegabter vorzusehen. Um für alle Kinder einen erfolgreichen Übergang in die Grundschule zu gewährleisten, sollte die Zusammenarbeit an der Schnittstelle Kita und Grundschule unter Einführung einer individuellen Bildungsdokumentation institutionalisiert werden.
b. Kinder und Jugendliche (6-19 Jahre)
Die individuelle Bildungsdokumentation – und auf dieser Basis – die Verbesserung der individuellen Förderung unter anderem durch frühzeitige und kontinuierliche Beratung und Unterstützung bei der individuellen Schullaufbahnplanung – ist im Primar- und Sekundarbereich fortzuführen. Spezielle Fördermaßnahmen, wie die Sprachförderung – etwa durch den Aufbau von Sprachbildungszentren - und die Förderung Hochbegabter sollten ebenfalls weiter verfolgt werden. Ganztagsangebote im Primar- und Sekundarbereich sollen optimiert und ausgebaut werden. Dies beinhaltet den Ausbau des gebundenen Ganztags im Bereich der Sekundarstufe I und der verbindlichen Ganztagsangebote im Primarbereich sowie eine bessere Vernetzung zwischen den Angeboten des Offenen Ganztags und der Offenen Kinder- und Jugendhilfe und der außerschulischen Kooperationspartner (zum Beispiel für kulturelle Angebote).
Besondere Bedeutung kommt der Zusammenarbeit mit schulexternen Angebotsträgern zu. Beispielhaft sei hier die Modellregion Kulturelle Bildung OstWestfalenLippe genannt, die in Zusammenarbeit mit den Schulen Kinder und Jugendliche mit speziellen kulturellen Projekten (Community Dance, Kulturstrolche, Kulturscouts) fördert. Weitere Kooperationen mit unterschiedlichen Trägern werden angestrebt.
Die Möglichkeiten der gemeinsamen Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den allgemeinbildenden Schulen sollen erweitert werden. Das Ziel der inklusiven Beschulung soll verfolgt werden.
c. Jugendliche und junge Erwachsene (16-25 Jahre)
Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Übergang von der Schule in den Beruf sind die vorhandenen unterstützenden Angebote weiterzuentwickeln. Auch in diesem Bereich sind die Sprachförderangebote weiterzuführen. Besondere Bedeutung soll eine stärkere Vernetzung - sowohl zwischen den schulischen und arbeitsmarktpolitischen Angeboten als auch zwischen Schulen und Hochschulen erhalten.
d. Erwachsene (26-60 Jahre)
Im Bereich der Erwachsenenbildung wird ein Schwerpunkt bei den Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten für Langzeitarbeitslose mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt gesetzt. Die kommunalen Weiterbildungsangebote werden erhalten. Weiterbildungsangeboten für wissens- beziehungsweise berufsfördernde Qualifikationen sowie für Sozialkompetenz und lebensstrategisch orientierte Qualifikationen wird eine besondere Bedeutung eingeräumt. Dabei sind auch Angebote zur Alphabetisierung vorzusehen.
e. Seniorinnen und Senioren (60 plus)
Seniorinnen und Senioren, die sich aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen haben, bieten ein unschätzbares Potenzial an Wissen und Erfahrung, das unter anderm für die ehrenamtliche Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt werden kann. Dazu sollte ein Gesamtkonzept entwickelt werden.
» 2. Zielgruppenspezifische Angebote
a. Angebote für Menschen aus bildungsfernen Schichten
Aus den Ergebnissen der in der Präambel geforderten Untersuchung der Ursachen für die Entstehung bildungsferner Schichten sind die entsprechenden Maßnahmen abzuleiten. Insbesondere dürften Sprachfördermaßnahmen, besonders für Menschen mit Migrationshintergrund, in Betracht kommen. Die Arbeit mit den Eltern, insbesondere den Müttern von Kindern in Kindertageseinrichtungen und Schulen ist zu intensivieren.
b. Angebote für Menschen mit individuellen Problemlagen
Für Menschen mit individuellen Problemlagen werden spezielle Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen vorgesehen.
c. Angebote für Alleinerziehende
Alleinerziehende, insbesondere Frauen, haben durch besondere für sie konzipierte Qualifizierungsangebote eine bessere Möglichkeit des Einstiegs oder des Wiedereinstiegs in einen Beruf. Dafür sind weitere Unterstützungsangebote vorzusehen.

